Die Hits „Gut genug“ und „Where Is My Husband!“ mit einfachen Mitspielsätzen, Stabspielen und Trommeln in der Grundschule umsetzen
Die Inhalte des Gratis-Webinars auf einen Blick:
- „Gut genug“ gemeinsam musizieren: einfacher Mitspielsatz mit Stabspielen, Boomwhackers und Einzeltönen
- Differenzierung für die Klassen 1 bis 4 – von einzelnen Tönen bis zu zweistimmigen Begleitungen und zusätzlichen Terzen
- Praktische Möglichkeiten für heterogene Lerngruppen und Klassen mit unterschiedlicher musikalischer Vorerfahrung
- Trommeln mit Kindern zu „Where Is My Husband!“ mit einem kindgerechten Eiscreme-Rhythmical
- Verschiedene Schlagtechniken und Klangfarben auf Djembe, Conga, Bongos, Cajón, Eimern oder Tischen
- Schrittweiser Aufbau von Refrain, Strophe und Bridge sowie Ideen zum Wechseln der Instrumente innerhalb der Klasse
- Tipps für einen motivierenden, niedrigschwelligen Einstieg in Popmusik und Klassenmusizieren in der Grundschule
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Gratis-Webinar für Grundschullehrkräfte: Arrangements zu Popsongs für Klasse 1 bis 4
Aktuelle Popsongs im Musikunterricht – und die ganze Klasse macht sofort mit? In diesem kostenlosen Webinar zeigt Grundschullehrerin und POPiG-Autorin Denise Schlund, wie du die Hits „Gut genug“ und „Where Is My Husband!“ mit einfachen Mitspielsätzen, Stabspielen und Trommeln direkt ins Klassenzimmer holst. Du erfährst, wie sich die Arrangements vom ersten Schuljahr bis zur vierten Klasse differenzieren lassen – auch dann, wenn nicht für jedes Kind ein Instrument vorhanden ist. Besonders praktisch: Das Eiscreme-Rhythmical zu „Where Is My Husband!“ funktioniert mit Djemben und Congas genauso wie mit Eimern, Tischen oder einfach auf den Oberschenkeln. So wird aus Popmusik echtes Klassenmusizieren, bei dem Kinder nicht nur zuhören, sondern selbst Teil des Songs werden.

Denise Schlund
Denise Schlund ist Lehrerin an einer Grundschule im Enzkreis. Sie unterrichtet hauptsächlich Musik und leitet seit Jahren den Schulchor, die Schulband und die Flötengruppen. Zahlreiche Auftritte motivieren sie und ihre Schüler*innen immer wieder aufs Neue.
Trommeln in der Grundschule mit aktuellen Popsongs
Wie lässt sich aktuelle Popmusik so in den Musikunterricht der Grundschule holen, dass Kinder nicht nur begeistert mitsingen, sondern selbst aktiv musizieren können? Genau darum geht es in diesem kostenlosen Webinar mit Grundschullehrerin und langjähriger POPiG-Autorin Denise Schlund.
Anhand der beiden aktuellen Hits „Gut genug“ und „Where Is My Husband!“ zeigt sie praxiserprobte Möglichkeiten für das Klassenmusizieren in der Grundschule. Dabei geht es nicht um komplizierte Arrangements, sondern um musikalische Ideen, die sich Schritt für Schritt aufbauen, leicht differenzieren und an die vorhandene Instrumentenausstattung anpassen lassen.
Das Webinar richtet sich an Grundschullehrkräfte, die aktuelle Popsongs im Musikunterricht einsetzen und ihren Schülerinnen und Schülern möglichst schnell eigene musikalische Erfolgserlebnisse ermöglichen möchten.
„Gut genug“: Vom Schülerwunsch zum Klassenarrangement
Der Song „Gut genug“ kam direkt über die Kinder in Denise Schlunds Unterricht. Nachdem eine Klasse den Song vorgeschlagen hatte, verbreitete sich der Wunsch schnell durch die Schule. Im Webinar zeigt Denise, wie sie daraus ein Arrangement entwickelt hat, das sich für unterschiedliche Alters- und Leistungsstufen eignet.
Der Einstieg erfolgt über vier Töne auf dem Stabspiel. Eine Gruppe spielt C, D, E und G, eine zweite kann mit G, A, H und D ergänzen. So entsteht bereits mit überschaubarem Tonmaterial eine zweistimmige Begleitung.
Gerade für das Klassenmusizieren in der Grundschule ist dieser Aufbau hilfreich: Die Kinder müssen nicht sofort komplexe Melodien beherrschen, sondern können sich zunächst auf Tonfolge und gemeinsamen Puls konzentrieren. Anschließend lässt sich der Schwierigkeitsgrad erhöhen. Geübtere Kinder spielen beispielsweise mit zwei Schlegeln und ergänzen Terzen. Außerdem kann ein Vorhalt mit Fis eingebaut werden, der sich am Klang des Originals orientiert.
Die Begleitung funktioniert zum Originalsong und kann je nach Lerngruppe vereinfacht oder erweitert werden.
Differenzieren vom ersten bis zum vierten Schuljahr
Ein besonderer Schwerpunkt des Webinars liegt auf der Differenzierung. Was für geübte Dritt- und Viertklässler auf Glockenspiel oder Xylophon funktioniert, wäre für Schulanfänger häufig noch zu komplex.
Deshalb zeigt Denise eine deutlich einfachere Variante: Die vier benötigten Töne werden auf vier Gruppen verteilt. Zum Einsatz kommen können einzelne Klangstäbe, Bassstäbe, Boomwhackers oder andere vorhandene Instrumente. Die Lehrkraft dirigiert die Gruppen nacheinander und gibt deutlich sichtbar die Einsätze.
So können sogar neue Erstklässlerinnen und Erstklässler aktiv am gemeinsamen Arrangement teilnehmen.
Für fortgeschrittene Gruppen lässt sich die Begleitung wiederum auf Keyboard und weitere Instrumente übertragen. Ein einfacher „Boom-Tschak“-Rhythmus ergänzt das Arrangement. Damit wird deutlich, wie flexibel Popmusik im Musikunterricht eingesetzt werden kann: Nicht jedes Kind muss dasselbe spielen, damit am Ende ein gemeinsamer musikalischer Klang entsteht.
„Where Is My Husband!“: Trommeln mit Kindern statt kompliziertem Songtext
Beim zweiten Song steht das Trommeln in der Grundschule im Mittelpunkt. Da „Where Is My Husband!“ gesanglich für Grundschulkinder anspruchsvoll ist, hat Denise Schlund einen anderen Zugang gewählt: ein eigenes, kindgerechtes Eiscreme-Rhythmical.
Statt den Originaltext zu singen, spielen und sprechen die Kinder rhythmische Bausteine rund um das Thema Eis. Aus kurzen Motiven wie „Eiscreme“ und „Ob im Becher oder Waffel“ entsteht nach und nach ein Rhythmical, das genau zum Song passt.
Dabei lernen die Kinder unterschiedliche Spielweisen auf der Trommel kennen. Helle Schläge am Rand, kräftigere Akzente und leise Passagen mit flachen Fingern sorgen für verschiedene Klangfarben. Die einzelnen rhythmischen Elemente werden zunächst vorgemacht und nachgespielt und anschließend zu längeren Abschnitten verbunden.
So entsteht Rhythmus in der Grundschule nicht über abstrakte Erklärung, sondern unmittelbar über Sprache, Bewegung und Klang.
Trommeln auch ohne großen Instrumentenbestand
Für das Rhythmical eignen sich Djemben, Congas oder Bongos. Auch Cajóns können verwendet werden. Entscheidend ist jedoch: Ein voll ausgestatteter Musikraum ist keine Voraussetzung.
Denise zeigt ausdrücklich Alternativen. Eimer oder Tische funktionieren ebenso, und Kinder ohne Instrument können die Rhythmen zunächst auf den Oberschenkeln patschen. Eine Hälfte der Klasse spielt beispielsweise auf Trommeln, während die andere Hälfte mit Bodypercussion beteiligt ist. Anschließend wird gewechselt.
Damit eignet sich die Unterrichtsidee auch für Klassen, in denen nicht genügend Instrumente für alle vorhanden sind.
Ein zusätzlicher Praxistipp betrifft jüngere Kinder: Große Djemben lassen sich für Erstklässler häufig nur schwer zwischen den Beinen halten. Denise lässt die Kinder deshalb auf der liegenden Trommel sitzen und nach hinten spielen. So bleibt das Instrument stabil und kann trotzdem gut klingen.
Ein Rhythmical, das mit der Klasse wachsen kann
Das Eiscreme-Rhythmical wird im Webinar zunächst über den Refrain aufgebaut. Erst in weiteren Unterrichtsstunden können Elemente für Strophe und Bridge hinzukommen.
Dazu gehören beispielsweise Bewegungen zum Formen von Eiskugeln, das rhythmische „Probieren“ verschiedener Sorten und eine Passage, in der unterschiedliche Eissorten genannt werden. Diese können die Kinder selbst bestimmen und damit das Rhythmical an ihre eigene Lerngruppe anpassen.
Gerade darin liegt eine Stärke des Ansatzes: Das Arrangement muss nicht sofort vollständig erarbeitet werden. Besonders bei jüngeren Kindern kann es über mehrere Stunden wachsen. Gleichzeitig können einzelne Teile problemlos weggelassen werden.
Und wer den Popsong selbst nicht einsetzen möchte, kann das Eiscreme-Rhythmical sogar unabhängig davon als eigenständiges Stück verwenden.
Aktuelle Popmusik, die Kinder in der Grundschule selbst gestalten
Das Webinar zeigt praxisnah, wie Trommeln mit Kindern, Stabspiele, Boomwhackers, Sprache und Bewegung miteinander verbunden werden können. Beide Unterrichtsideen knüpfen an Musik an, die Kinder aus ihrer Lebenswelt kennen, und übersetzen sie in spielbare Arrangements für die Grundschule.
So wird Popmusik in der Grundschule zum Ausgangspunkt für gemeinsames Musizieren, Rhythmuserfahrung, Instrumentalpraxis und musikalische Differenzierung – vom ersten Schuljahr bis zur vierten Klasse.
