Klassenmusizieren mit Orff-Instrumenten in der Grundschule
Webinar Aufzeichnung
Für Lehrkräfte der Grundschule.

Von Trommeln über Klanghölzer bis Triangel: Einfache Praxis-Ideen zum Klassenmusizieren in der Grundschule

Inhalte des Gratis-Webinars auf einen Blick: 

  • Klassenmusizieren mit klassischen Orff-Instrumenten wie Trommeln, Klanghölzern, Triangel, Ratsche, Glockenspiel, Xylofon und Metallophon
  • Schrittweiser Einstieg in das Musizieren mit Rhythmus- und Percussioninstrumenten
  • Einsatz von Farbkarten, Klangsymbolen und einfachen Partituren zur Orientierung in der Klasse
  • Konkrete Praxisbeispiele zu einem Streichquartett von Beethoven und „Jupiter“ aus Die Planeten von Gustav Holst
  • Möglichkeiten zur Differenzierung für unterschiedliche Jahrgangsstufen und Leistungsniveaus
  • Praktische Tipps zum Üben, Instrumententausch und zur Organisation beim Klassenmusizieren
  • Einblick in den Aufbau des Onlinekurses mit Videos, Noten, grafischen Partituren, Mitspielvideos, Leadsheets und Hörbeispielen

Onlinekurs - Klassenmusizieren mit Orff-Instrumenten – In 4 Modulen sicher ins gemeinsame Musizieren (auch für fachfremd Unterrichtende)

Dieses Material gibt es jetzt im Lugert-Shop. Dort findest du auch das Inhaltsverzeichnis.

Hier kannst du dir den Teilnahmenachweis für das Webinar downloaden. 

Die Referentin: Denise Schlund

Denise Schlund ist Lehrerin an einer Grundschule im Enzkreis. Sie unterrichtet hauptsächlich Musik und leitet seit Jahren den Schulchor, die Schulband und die Flötengruppen. Zahlreiche Auftritte motivieren sie und ihre Schüler*innen immer wieder aufs Neue.

Orff-Instrumente in der Grundschule gemeinsam zum Klingen bringen

Wie gelingt Klassenmusizieren in der Grundschule, wenn eine ganze Lerngruppe gleichzeitig aktiv werden soll? Und wie können auch Kinder mit wenig musikalischer Erfahrung schnell Erfolgserlebnisse an Instrumenten sammeln?

In diesem Webinar gibt Grundschullehrerin Denise Schlott einen praxisnahen Einblick in ihren Onlinekurs zum Klassenmusizieren mit Orff-Instrumenten. Seit mehr als 20 Jahren unterrichtet sie an einer Grundschule und zeigt anhand konkreter Unterrichtsbeispiele, wie klassische Orff-Instrumente in der Grundschule eingesetzt werden können.

Im Mittelpunkt stehen Instrumente, die in vielen Musikräumen bereits vorhanden sind: Rasseln, Trommeln, Klanghölzer, Triangeln, Ratschen sowie Stabspiele wie Glockenspiel, Xylofon und Metallophon. Statt bei theoretischen Grundlagen stehen zu bleiben, geht es direkt ins praktische Musizieren.

Schritt für Schritt mit Rhythmusinstrumenten starten

Ein Schwerpunkt des Webinars liegt auf dem Einstieg mit Rhythmusinstrumenten in der Grundschule. Denise Schlott zeigt, wie Kinder verschiedene Instrumente zunächst über einfache Klangsymbole und Farben kennenlernen.

Für unterschiedliche Instrumentengruppen werden leicht verständliche Zeichen verwendet. Diese helfen den Kindern dabei, ihren Einsatz zu erkennen und sich innerhalb einer gemeinsamen Abfolge zu orientieren. Klänge können zunächst gesprochen oder durch Body Percussion dargestellt werden, bevor die entsprechenden Instrumente hinzukommen.

Am Beispiel eines Streichquartetts von Beethoven wird deutlich, wie aus kurzen Klangbausteinen nach und nach ein gemeinsames Musikstück entsteht. Zuerst üben alle Kinder die Abfolge gemeinsam. Anschließend werden einzelne Klangbausteine auf Gruppen verteilt. So müssen die Kinder nicht sofort eine komplette Begleitung beherrschen, sondern konzentrieren sich jeweils auf ihren eigenen Einsatz.

Gerade für jüngere Klassen lässt sich dieses Vorgehen über mehrere Unterrichtsstunden verteilen. Erfahrenere Dritt- und Viertklässler können größere Abschnitte dagegen deutlich schneller erfassen.

Farbkarten und grafische Orientierung beim Klassenmusizieren

Eine zentrale Rolle spielen im Webinar Farbkarten und einfache visuelle Hilfen. Denise Schlott ordnet Instrumentengruppen bestimmten Farben zu und baut damit schrittweise eine Art grafische Partitur auf.

Diese kann beispielsweise auf dem Boden ausgelegt, an einer Tafel befestigt oder über einen Beamer gezeigt werden. Die Kinder erkennen dadurch, wann ihre Gruppe an der Reihe ist und welche Klangfolge gespielt werden soll.

Auch Wiederholungen, Hörphasen und gemeinsame Einsätze werden sichtbar gemacht. Auf diese Weise entsteht eine übersichtliche Struktur, ohne dass die Kinder zunächst klassische Notenschrift beherrschen müssen.

Der Ansatz ist deshalb auch für dich interessant, wenn du fachfremd Musik unterrichtest. Für den Onlinekurs sind laut Webinar weder eigenes Instrumentalspiel noch sichere Kenntnisse im Notenlesen Voraussetzung.

Stabspiele in der Grundschule: vom Begleitton zur Melodie

Im zweiten Praxisbeispiel rücken Stabspiele in der Grundschule in den Mittelpunkt. Anhand von „Jupiter“ aus Gustav Holsts Orchestersuite Die Planeten zeigt Denise Schlott, wie eine Begleitung und später auch eine Melodie auf dem Glockenspiel erarbeitet werden können.

Die einzelnen Tonfolgen werden dabei nicht sofort vollständig präsentiert. Stattdessen entstehen sie Schritt für Schritt aus kurzen Abschnitten. Die Kinder wiederholen zunächst wenige Töne und lernen dabei gleichzeitig den Weg auf dem Instrument kennen.

Für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler können mehrere Abschnitte miteinander verbunden werden. Kinder, für die eine längere Tonfolge noch zu anspruchsvoll ist, übernehmen dagegen nur einen wiederkehrenden Teil. So entsteht eine Form der Differenzierung im Musikunterricht, bei der verschiedene Schwierigkeitsgrade gleichzeitig innerhalb derselben Klasse möglich sind.

Denise Schlott berichtet im Webinar beispielsweise davon, dass einige Viertklässler bereits die gesamte Melodie spielen konnten, während eine andere Gruppe die Begleitung übernahm.

Klassenmusizieren differenzieren statt vereinheitlichen

Ein wiederkehrender Gedanke des Webinars ist, dass nicht jedes Kind dieselbe Aufgabe spielen muss. Die vorgestellten Arrangements kannst du an deine Lerngruppe, die verfügbaren Instrumente und den Kenntnisstand der Kinder anpassen.

Einzelne Stimmen lassen sich weglassen, vereinfachen oder auf mehrere Gruppen verteilen. Auch die Geschwindigkeit, mit der ein Stück aufgebaut wird, kannst du entsprechend anpassen.

Diese Flexibilität spielt auch im Onlinekurs eine wichtige Rolle. Die Beispiele werden dort ausführlicher und kleinschrittiger erklärt als im Webinar. Du kannst selbst entscheiden, welche Teile du für deine Klasse übernimmst und an welchen Stellen du weiter differenzieren möchtest.

Praktische Tipps für die Organisation im Musikunterricht

Neben dem eigentlichen Spielen geht es auch um Fragen, die beim Klassenmusizieren in der Grundschule schnell entscheidend werden: Wie werden Instrumente verteilt? Wie können Kinder die Instrumente wechseln? Wie lässt sich eine größere Gruppe organisieren, sodass möglichst viele Kinder aktiv beteiligt sind?

Denise Schlott gibt dazu Einblicke in Abläufe, die sich in ihrem eigenen Unterricht bewährt haben. Auch der Wechsel zwischen Spielen, Zuhören und Beobachten wird bewusst in den Unterricht integriert.

So können beispielsweise zunächst nur einzelne Gruppen ein Instrument übernehmen, während die anderen Kinder die Rhythmen sprechen oder mit Bewegungen begleiten. Danach werden die Instrumente weitergegeben.

Einblick in den Onlinekurs zum Klassenmusizieren

Das Webinar stellt zugleich den dazugehörigen Onlinekurs vor. Dieser besteht aus vier aufeinander aufbauenden Modulen: von Grundlagen über Rhythmusinstrumente und Stabspiele bis hin zur Kombination beider Instrumentengruppen.

Die Inhalte kannst du im eigenen Tempo bearbeiten. Zusätzlich stehen Materialien wie Noten, grafische Partituren, Mitspielvideos, Leadsheets und Hörbeispiele zur Verfügung.

Der Kurs richtet sich sowohl an erfahrene Musiklehrkräfte als auch an Lehrkräfte ohne umfassende musikalische Vorerfahrung. Die Beispiele reichen von einfachen Einstiegen für erste Klassen bis zu anspruchsvolleren Melodie- und Begleitaufgaben für fortgeschrittene Lerngruppen.

Das Webinar zeigt dir damit ganz praktisch, wie du Orff-Instrumente im Unterricht einsetzen kannst: kleinschrittig, differenziert und mit dem Ziel, möglichst viele Kinder schnell ins gemeinsame Musizieren zu bringen.

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