Einfache Ideen und Tipps zum Singen und Begleiten von Laternenliedern in der Grundschule
Die Inhalte des kostenlosen Webinars auf einen Blick:
- Bekannte Laternenlieder in der Grundschule mit neuen, abwechslungsreichen Arrangements gestalten
- Lieder mit nur zwei Akkorden auf Gitarre, Ukulele oder Keyboard begleiten
- Boomwhackers, Xylofon, Metallofon, Cajon, Handtrommel, Klanghölzer, Schellenkranz und Triangel einsetzen
- Instrumentalstimmen gezielt vereinfachen oder erweitern und dadurch unterschiedliche Leistungsniveaus berücksichtigen
- Grafische Notationen nutzen, damit auch Kinder ohne klassische Notenkenntnisse mitspielen können
- „Heho, das ist unser Fest“ als musikalischen Auftakt für ein Lichterfest und „Ich gehe mit meiner Laterne“ als mobiles Arrangement für den Laternenumzug kennenlernen
- Playbacks, Gesangsaufnahmen und Splitscreen-Videos für Vorbereitung, Einstudierung und gemeinsames Musizieren nutzen

Heft oder Download: Laternenlieder (Mit zwei Akkorden durchs Jahr)
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Hier kannst du dir deinen Teilnahmenachweis downloaden.
Boomwhackers, Stabspiele, Cajon oder transportable Percussion für den Laternenumzug: Einfache, flexible Arrangements für die Laternenzeit
Laternenlieder kennt jedes Kind – doch müssen sie deshalb jedes Jahr gleich klingen? In diesem Webinar zeigt Grundschullehrer Olli Ebsen, wie bekannte Laternenlieder für die Grundschule mit nur zwei Akkorden, einfachen Rhythmen und Instrumenten aus dem Musikraum überraschend frisch werden. Ob Boomwhackers, Stabspiele, Cajon oder transportable Percussion für den Laternenumzug: Die Arrangements lassen sich flexibel an die eigene Lerngruppe anpassen. So wird aus „Ich gehe mit meiner Laterne“ & Co. gemeinsames Musizieren, bei dem wirklich alle Kinder eine passende Aufgabe finden.

Der Referent: Oliver J. Ehmsen
Oliver J. Ehmsen, geboren in Reinbek bei Hamburg, ist Komponist von Kinderliedern, Musikpädagoge und Lehrer. Als Pianist, Keyboarder und Sänger tritt er bundesweit in zahlreichen Konzerten auf und veröffentlicht regelmäßig CDs, Liederbücher sowie Fachartikel. Er leitet Chorarbeit mit Kindern und Erwachsenen und gibt musikpädagogische Fortbildungen.
Nach dem Lehramtsstudium in Hamburg und dem Referendariat in Schleswig-Holstein war er im Hamburger Schuldienst als Lehrer tätig, unter anderem an einer Grundschule und der Staatlichen Fachschule für Sozialpädagogik.
Laternenlieder in der Grundschule neu entdecken
Wenn die Tage kürzer werden und das Laternenfest näher rückt, gehören bekannte Laternenlieder für viele Grundschulen fest zum Jahreslauf. Doch „Ich gehe mit meiner Laterne“, „Laterne, Laterne“ oder „Durch die Straßen auf und nieder“ einfach nur wieder zu singen, kann sich irgendwann vorhersehbar anfühlen.
In diesem Webinar zeigt Grundschullehrer und Autor Olli Ebsen, wie traditionelle Laternenlieder in der Grundschule mit einfachen Mitteln musikalisch neu belebt werden können. Im Mittelpunkt stehen Arrangements, die Kinder nicht nur zum Singen, sondern vor allem zum aktiven Musizieren einladen.
Die Grundidee: Sämtliche vorgestellten Lieder kommen mit nur zwei Akkorden aus. Damit können auch Lehrkräfte mit überschaubaren instrumentalen Vorkenntnissen die Klasse auf Gitarre, Ukulele oder Keyboard begleiten. Gleichzeitig entstehen durch unterschiedliche Instrumentalstimmen abwechslungsreiche Arrangements für den Musikunterricht, das Lichterfest oder den Laternenumzug.
„Heho, das ist unser Fest“: Ein musikalischer Opener fürs Lichterfest
Ausführlich vorgestellt wird zunächst „Heho, das ist unser Fest“. Grundlage ist der bekannte Herbstkanon „Heho, spann den Wagen an“, der mit einem neuen Text zum Laternen- und Lichterlied wird.
Das Arrangement zeigt exemplarisch, wie vielfältig sich ein zunächst einfaches Lied gestalten lässt. Eine absteigende Basslinie kann beispielsweise mit Boomwhackers gespielt werden. Je nach Lerngruppe erhält ein Kind zwei Röhren oder nur einen einzelnen Ton. So lässt sich bereits innerhalb einer einzigen Stimme differenzieren.
Weitere Begleitstimmen übernehmen Xylofone beziehungsweise einzelne Klangstäbe. Manche Kinder spielen lediglich einen Ton an bestimmten Stellen, andere wechseln zwischen zwei Tönen oder übernehmen die komplette Melodie. Auch mehrere Stimmen können von fortgeschrittenen Kindern miteinander kombiniert werden.
Hinzu kommen rhythmische Aufgaben für Cajon beziehungsweise Handtrommel, Schellenkranz und Triangel. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade ermöglichen es, Kinder mit verschiedenen musikalischen und motorischen Voraussetzungen gemeinsam in ein Klassenarrangement einzubinden.
Differenzierung ohne komplizierte Zusatzmaterialien
Ein zentrales Thema des Webinars ist die Differenzierung im Musikunterricht. Nicht jede vorhandene Stimme muss eingesetzt werden – und nicht jedes Kind muss dieselbe Aufgabe bewältigen.
Während eine stabile Cajonstimme beispielsweise eine wichtige rhythmische Grundlage für das Ensemble bildet, kann die Triangel als einfacher Effektsound eingesetzt werden. Kinder, denen das dauerhafte Spielen eines Rhythmuspatterns noch schwerfällt, erhalten so dennoch eine hörbare und musikalisch sinnvolle Aufgabe.
Gleichzeitig gibt es Möglichkeiten zur Differenzierung nach oben: Kinder können mehrere Stabspielstimmen kombinieren, Melodien übernehmen oder sogar improvisieren. Bei „Heho, das ist unser Fest“ wird dazu eine Blues-Tonleiter auf dem Glockenspiel vorbereitet. Innerhalb des harmonischen Rahmens können die Kinder eigene rhythmische und melodische Ideen ausprobieren.
Grafische Notationen erleichtern den Einstieg
Damit die Arrangements auch ohne sichere Kenntnisse der klassischen Notenschrift funktionieren, stehen neben Partituren auch grafische Notationen zur Verfügung.
Farben orientieren sich beispielsweise an den Boomwhacker-Farben. Symbole verdeutlichen, wann ein Instrument gespielt wird oder ob eine Trommel in der Mitte beziehungsweise am Rand angeschlagen werden soll. Dadurch können die Kinder musikalische Abläufe schnell erfassen und weitgehend selbstständig mitverfolgen.
Auch die Lehrkraft erhält Unterstützung: Methodisch-didaktische Hinweise erläutern die Besonderheiten der einzelnen Arrangements und geben Anregungen für die Umsetzung mit unterschiedlichen Lerngruppen.
„Ich geh mit meiner Laterne“ – Musik für unterwegs
Das zweite ausführlich vorgestellte Arrangement ist der Klassiker „Ich gehe mit meiner Laterne“. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, wie ein Lied auch beim tatsächlichen Laternelaufen begleitet werden kann.
Statt schwer transportierbarer Instrumente kommen Handtrommeln, Klanghölzer, Schellenkranz und Triangel zum Einsatz. Damit lässt sich das Arrangement problemlos auf den Schulhof oder auf eine Laternenrunde durch das Wohngebiet mitnehmen.
Nebenbei lernen die Kinder einen 6/8-Takt kennen. Einfache Bewegungs- und Sprachhilfen unterstützen dabei, die rhythmischen Strukturen zu erfassen. Einzelne Patterns können je nach Leistungsstand über das gesamte Lied beibehalten oder zwischen Refrain und Strophe variiert werden.
Oliver Ehmsen berichtet aus der Praxis außerdem von einer zweiten Klasse, mit der zunächst alle Kinder sämtliche Stimmen gemeinsam ausprobieren. Erst später werden die Instrumente verteilt. So lernen die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche musikalische Rollen kennen und können herausfinden, welche Aufgabe ihnen besonders liegt.
Vom ersten bis zum vierten Schuljahr einsetzbar
Die Arrangements können an verschiedene Jahrgangsstufen angepasst werden. Für Erstklässlerinnen und Erstklässler lassen sich Stimmen reduzieren und rhythmische Wechsel vereinfachen. Ältere Grundschulkinder können komplexere Begleitungen übernehmen, mehrere Stimmen spielen oder beispielsweise einen E-Bass einsetzen.
Damit eignen sich die Laternenlieder für die Grundschule nicht nur für den klassischen Laternenumzug. Auch bei einem Lichterfest, einem Martinsfest oder einer jahrgangsübergreifenden Aufführung können verschiedene Klassen musikalisch beteiligt werden.
Sechs traditionelle Lieder mit neuen musikalischen Impulsen
Neben den beiden ausführlich vorgestellten Arrangements enthält das Material weitere bekannte Laternenlieder. Dazu gehören „Durch die Straßen auf und nieder“, „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ und ein modern arrangiertes Lied zu Sankt Martin.
„Laternenkinder“, basierend auf dem weniger bekannten Lied „Kleiner Laternenmann“, erhält einen neuen Text und eignet sich besonders als ruhiger Abschluss eines Lichter- oder Laternenfestes.
Playbacks, Gesangsaufnahmen und Splitscreen-Videos ergänzen die Arrangements. Gerade die Videos machen sichtbar, wie die einzelnen Stimmen funktionieren und wie sie im Gesamtklang zusammenspielen.
Das Webinar zeigt damit, wie aus vertrauten Laternenliedern im Musikunterricht der Grundschule kleine Klassenarrangements entstehen können: niedrigschwellig genug für einen unkomplizierten Einstieg, flexibel genug für heterogene Lerngruppen und musikalisch abwechslungsreich genug, um auch bekannte Klassiker noch einmal ganz neu zu erleben.
