Differenzierte Zugänge zum Klassenmusizieren eines Pop Songs in der Sekundarstufe

Das erwartet Sie im Webinar:

  • Fünf differenzierte Umsetzungsideen zu „The Passenger“ von Iggy Pop
  • Einstieg über ein einfaches Grundtonarrangement für alle Lernniveaus
  • Musizieren im Konzept „Band ohne Noten
  • Einsatz klassischer Notation für fortgeschrittene Lerngruppen
  • Bewegte und kooperative Lernformen an Musikstationen
  • Kreative Sticks-Performance als motivierender Unterrichtsabschluss
  • Praxiserprobte Methoden für inklusives und differenziertes Klassenmusizieren

Wichtiger Hinweis für die Teilnehmenden:

Bitte halten Sie für eine aktive Beteiligung am Webinar zunächst ein Paar Drumsticks bereit; alternativ können auch Essstäbchen verwendet werden. Darüber hinaus können Sie nach Möglichkeit verschiedene Instrumente bereitlegen: Kleinpercussion sowie – falls vorhanden – Bandinstrumente wie Keyboard, Bass, Gitarre bis hin zum Drumset. Auch Stabspiele aller Art, einschließlich Boomwhackers, kommen zum Einsatz. 

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Von Grundtönen über „Band ohne Noten“ bis hin zum „Station-to-Station“-Spielmodell: Fünf Zugänge zu „The Passenger“ (Iggy Pop) ab Klasse 5

Wie kann eine Klasse einen Song wirklich gemeinsam zum Klingen bringen? In diesem Webinar lernen Sie fünf konkrete Zugänge zu „The Passenger“ von Iggy Pop kennen – vom Mitspielen von Grundtönen über „Band ohne Noten“ und klassische Notation bis hin zum rotierenden „Station-to-Station“-Spielmodell. Zum Abschluss setzen Sie selbst eine rhythmische Stick-Performance um – alles direkt ausprobierbar und sofort im Unterricht einsetzbar.

Die Referenten: Robert Hinz & Remmer Kruse

Robert Hinz ist Musiker, Förderschullehrer und Musiktherapeut. Er arbeitet an der Grundschule Am Wasserturm in Dallgow-Döberitz und hat gemeinsam mit Remmer Kruse die Konzepte "Band ohne Noten", "Band für alle" und "Band ohne Lehrer" entwickelt. Seit vielen Jahren ist er in verschiedenen musikalischen Zusammenhängen tätig (Bassist in eigener Band, Bandarbeit in pädagogischen und therapeutischen Settings, Komposition und Arrangement, Fortbildungen usw.).


Remmer Kruse ist pensionierter Musiklehrer und Sonderpädagoge und Hobbymusiker. Seit vielen Jahren ist er als Autor und Referent in den Themenbereichen Musik und Sonderpädagogik aktiv. Unter anderem ist er Mitautor von „Band ohne Noten“ (Schott und als ständige Rubrik in der „Praxis des Musikunterrichts“), „Band ohne Lehrer“ (Persen), „Band für alle“ (Lugert) und „Klick! Musik“ (Cornelsen).

Klassenmusizieren in der Sekundarstufe für alle: Differenzierung als Schlüssel zum Erfolg

Musikunterricht in der Sekundarstufe ist geprägt von sehr unterschiedlichen musikalischen Voraussetzungen. Während einige Schülerinnen und Schüler bereits Instrumentalunterricht erhalten oder Noten lesen können, sammeln andere erst ihre ersten praktischen Musikerfahrungen. Die Herausforderung für Lehrkräfte besteht darin, Lernangebote zu schaffen, die alle Lernenden aktiv einbeziehen und gleichzeitig musikalisch anspruchsvoll bleiben.

In diesem Webinar zeigen Remme Kruse und Robert Wagner am Beispiel des Songs „The Passenger“ von Iggy Pop, wie differenziertes Klassenmusizieren gelingen kann. Vorgestellt werden fünf praxiserprobte Arrangements und Unterrichtszugänge, die sowohl musikalische Kompetenzen fördern als auch die Freude am gemeinsamen Musizieren stärken.

Umsetzungsidee 1: Das Grundtonarrangement als niedrigschwelliger Einstieg

Der erste Zugang erfolgt über ein sogenanntes Grundtonarrangement. Dabei begleiten die Schülerinnen und Schüler den Song ausschließlich mit den Grundtönen der verwendeten Akkorde. Diese Methode ermöglicht einen schnellen Einstieg in das gemeinsame Musizieren und eignet sich besonders für Lerngruppen mit geringen instrumentalen Vorerfahrungen.

Zum Einsatz kommen beispielsweise Stabspiele, Klangstäbe, Keyboards oder andere tonale Instrumente. Durch die Konzentration auf wenige Töne können sich die Lernenden auf Rhythmus, Zusammenspiel und Songstruktur fokussieren. Gleichzeitig entsteht bereits ein vollständiger und musikalisch überzeugender Begleitsatz.

Das Grundtonarrangement bietet damit eine ideale Grundlage für inklusiven Musikunterricht und eröffnet allen Schülerinnen und Schülern eine aktive Rolle im musikalischen Geschehen.

Umsetzungsidee 2: „Band ohne Noten“ – Musizieren durch Hören und Nachmachen

Ein besonderer Schwerpunkt des Webinars liegt auf dem Konzept „Band ohne Noten“, das die Referenten seit vielen Jahren erfolgreich in Schulen und Fortbildungen einsetzen.

Anstatt mit traditioneller Notation zu arbeiten, werden musikalische Abläufe über Hörbeispiele, Bewegungen, Symbole und einfache Handlungsanweisungen vermittelt. Dadurch können auch Lernende ohne Notenkenntnisse schnell Teil eines Bandarrangements werden.

Die Methode fördert:

  • aktives Zuhören,
  • musikalische Wahrnehmung,
  • Rhythmusgefühl,
  • selbstständiges Musizieren und
  • kooperative Lernprozesse.

Gerade in heterogenen Klassen bietet „Band ohne Noten“ die Möglichkeit, musikalische Teilhabe unabhängig von theoretischen Vorkenntnissen zu ermöglichen. Gleichzeitig erleben die Schülerinnen und Schüler früh musikalische Erfolgserlebnisse, die ihre Motivation nachhaltig steigern.

Umsetzungsidee 3: Arbeiten mit klassischer Notation

Trotz vieler alternativer Zugänge bleibt die klassische Notenschrift ein wichtiger Bestandteil des Musikunterrichts. Im Webinar wird deshalb auch gezeigt, wie „The Passenger“ mit traditionellen Notenarrangements umgesetzt werden kann.

Lehrkräfte erhalten Anregungen, wie sie unterschiedliche Schwierigkeitsgrade innerhalb eines Ensembles organisieren können. So können fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler komplexere Stimmen übernehmen, während andere mit vereinfachten Begleitungen arbeiten.

Die Kombination aus notenbasierten und vereinfachten Arrangements schafft flexible Differenzierungsmöglichkeiten und unterstützt individuelle Lernwege innerhalb derselben Lerngruppe.

Umsetzungsidee 4: Musikstationen für bewegtes und selbstständiges Lernen

Besonders motivierend sind die vorgestellten Stationenarbeiten rund um den Song. Die Lernenden arbeiten dabei an verschiedenen musikalischen Aufgaben, die unterschiedliche Kompetenzen ansprechen.

An den Stationen können beispielsweise rhythmische Patterns erarbeitet, Begleitstimmen geübt oder kreative Erweiterungen entwickelt werden. Die Schülerinnen und Schüler bewegen sich eigenständig zwischen den Aufgabenbereichen und arbeiten in wechselnden Sozialformen.

Diese Form des Musikunterrichts fördert:

  • Selbstständigkeit,
  • Eigenverantwortung,
  • Teamarbeit,
  • musikalische Kreativität und
  • differenziertes Lernen.

Gleichzeitig entsteht eine hohe Aktivierungsquote, da alle Lernenden kontinuierlich eingebunden sind

Umsetzungsidee 5: Die Sticks-Performance als musikalisches Gemeinschaftserlebnis

Den Abschluss bildet eine kreative Sticks-Performance, die sich mit geringem Materialaufwand realisieren lässt. Benötigt werden lediglich Rhythmusstäbe oder Drumsticks, mit denen rhythmische Bewegungs- und Schlagfolgen umgesetzt werden.

Die Performance verbindet Rhythmusarbeit, Koordination und Bewegung zu einem motivierenden Gesamterlebnis. Schülerinnen und Schüler erleben Musik dabei nicht nur hörend, sondern auch körperlich.

Gerade in der Sekundarstufe bietet diese Methode zahlreiche Vorteile:

  • hohe Motivation,
  • schnelle Erfolgserlebnisse,
  • aktive Beteiligung der gesamten Klasse,
  • Förderung rhythmischer Kompetenzen und
  • Stärkung des Gemeinschaftsgefühls.

Die Sticks-Performance eignet sich sowohl als eigenständiges Unterrichtsprojekt als auch als wirkungsvoller Konzert- oder Präsentationsbeitrag.

Differenzierung und Inklusion im Musikunterricht

Ein zentrales Anliegen des Webinars ist die Frage, wie musikalische Lernangebote so gestaltet werden können, dass niemand ausgeschlossen wird. Die vorgestellten Arrangements zeigen eindrucksvoll, wie Differenzierung im Musikunterricht praktisch umgesetzt werden kann.

Durch unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, alternative Zugänge und flexible Besetzungsmöglichkeiten finden alle Schülerinnen und Schüler eine passende Aufgabe. Dabei steht nicht die Perfektion im Vordergrund, sondern das gemeinsame musikalische Erlebnis.

Insbesondere das Zusammenspiel von Grundtonarrangement, Band ohne Noten, klassischer Notation, Stationenlernen und Sticks-Performance eröffnet vielfältige Wege, um musikalische Kompetenzen nachhaltig zu fördern.

Fazit: 5 differenzierte Umsetzungsideen zu ‚The Passenger‘ (Iggy Pop) – Musizieren mit und ohne Noten in der Sekundarstufe

Das Webinar liefert zahlreiche praktische Impulse für einen modernen, inklusiven und motivierenden Musikunterricht. Lehrkräfte erhalten konkrete Arrangements und methodische Konzepte, die unmittelbar im Unterricht eingesetzt werden können.

Wer nach neuen Ideen für Klassenmusizieren, Bandarbeit in der Schule, Musizieren ohne Noten, Differenzierung im Musikunterricht und kreative Unterrichtsprojekte in der Sekundarstufe sucht, findet hier einen prall gefüllten Methodenkoffer für die Praxis.

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